Brot für das Volk1

libertaria / Rubrik: Feuilleton (April 27, 2007 um 4:50 pm)

von David Schah

In der DDR galt von Anfang an ein Monopol auf die Herstellung von Graubrot. Die staatlichen Bäckereien produzierten fleißig, was sie für die Grundversorgung der Bürger hielten: Graubrot, Schwarzbrot und ein paar nahrhafte Schrippen (im Westen auch „Brötchen“, „Semmel“ oder auch „Weck“ genannt). Die DDR-Bürger standen Schlange vor den Staatsbäckereien und konsumierten, was das Zeug hielt, denn es gab ja nichts anderes. Mitte der 80er Jahre beschloss das SED-Politbüro eine Liberalisierung des Brotmarkts und vergab Bäckereilizenzen auch an private Bäckereien. Diese stellten zwar auch Graubrot, Schwarzbrot und Schrippen her, konnten aber gegen das subventionierte Angebot der staatlichen Bäckereien kaum konkurrieren. Daher erfanden sie ein paar leckere Neuigkeiten: Rosinenteilchen, Nussecken und Amerikaner.

(mehr…)

Ritter Gabor bläst zur Schlacht gegen die asiatischen Horden0

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (December 1, 2006 um 8:38 pm)

von Kristian Niemietz

Am 30. November erläuterte Gabor Steingart, Leiter des „Spiegel“-Hauptstadtbüros, den Studenten der Wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität seine Deutung des Welthandels. Ein vollbesetzter Hörsaal lauschte seiner Vision eines Neuentwurfs der internationalen Handelspolitik. Steingart zufolge ist die gesamte westliche Welt derzeit im ökonomischen Abstieg begriffen. Er sieht sich allerdings weniger in der Rolle eines Untergangspropheten, sondern eher als der Überbringer einer „self-destroying prophecy“, einer Voraussage also, deren Eintreten genau dadurch verhindert wird, dass sie ausgesprochen wird. Was geht schief?

(mehr…)

Adiós Bismarck! Chile weist den Weg334

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (October 10, 2006 um 1:52 pm)

von Kristian Niemietz

Wen die geistige Enge der vor sich hindümpelnden deutschen „Reform“diskussion mal wieder anödet, der wird vielleicht im gelegentlichen Blick in Gegenden, in denen tatsächliche Fortschritte im Sinne von Freiheit und Selbstbestimmung gemacht wurden, einige Inspiration finden.
Das weltweit eindrucksvollste Beispiel, wie beim leidigen Polit-Dauerbrenner „Rente“ einmal ein entschiedener Schlussstrich unter ein bankrottes System gezogen wurde, fand im Chile der frühen 80er Jahre statt.

(mehr…)

Der “Spiegel” erklärt China den Weltkrieg496

libertaria / Rubrik: Presseschau (September 24, 2006 um 8:10 pm)

von David Schah

Der Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros in Berlin, Gabor Steingart, hatte vor einigen Jahren in seinem Buch „Deutschland – Abstieg eines Superstars“ durchaus richtig erkannt, dass der produktive Kern in Deutschland dramatisch abschmilzt. Als Lösung für seine anschauliche Sozialstaatsproblemanalyse fiel ihm jedoch nichts besseres ein, als eine stärkere Besteuerung von Vermögen und Erben zu fordern. Dürftige Schlussfolgerungen aus einem zutreffenden Befund konnte man demnach auch erwarten, als Steingart sein jüngstes Buch „Weltkrieg um Wohlstand. Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden“ (Piper-Verlag, Erscheinungstermin: 14.09.2006) in Aussicht stellte. Doch die Auszüge des Buches, die der SPIEGEL in seiner Titelstory seiner Ausgabe vom elften September 2006 veröffentlichte, übertreffen die schlimmsten Befürchtungen.

(mehr…)

Libertäres Institut fordert: Rentenversicherung sofort privatisieren252

libertaria / Rubrik: Inland (August 30, 2006 um 9:10 pm)

Der Staat „beraubt“ Durchschnittslöhner um ihre Rente - um jeweils fast 400.000 Euro

Pressemitteilung des Libertären Instituts vom 31.08.2006

Laut einer Berechnungstabelle, die dem Libertären Institut vorliegt und öffentlich im Internet zugänglich ist, kann jeder Durchschnittslöhner damit rechnen, bezüglich seiner Rente vom Staat um fast 400.000 Euro ärmer gemacht zu werden als nötig. (mehr…)

Unterhaltspflicht: Mord und Müßiggang204

libertaria / Rubrik: Inland (August 11, 2006 um 9:45 am)

von André F. Lichtschlag

Es sind die eigentümlichen Klima-Gesetze des politischen Sommerlochs, die Politiker und Zeitungen noch tiefer fliegen lassen als etwa im Winter. In diesem Jahr schießt CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla alle anderen Vögel ab, mit seinem Vorstoß für eine Unterhaltspflicht von Kindern gegenüber ihren arbeitslosen Eltern. Dass die „Bild“-Zeitung und andere dummdemokratische Mainstreammedien dies als große Tat „für die Stärkung der Familie“ bewerten, setzt dem Grasnarbenast die Krone auf. Einmal mehr zeigt sich nämlich, dass das genaue Gegenteil der vermeintlichen politischen Innovation zum Ziel führen würde. Es dürften nicht weitere Doppel- und dann Dreifach-Zahler in ein marodes System gepresst werden, sondern Hartz IV und jedwede Sozialhilfe müssten umgekehrt restlos abgeschafft werden. Somit in Notlagen auf wirkliche, also freiwillige Solidarität angewiesene Arbeitslose, würden Familien in der Tat stärker aneinander binden. (mehr…)

Sickergrube für Öl-Milliarden348

libertaria / Rubrik: Ausland (July 17, 2006 um 8:25 pm)

Kein Schuldenerlass für die Republik Kongo!

Bei „Kongo“ denkt man meistens nur an das riesige, zunächst von belgischen Kolonialherren, dann von Diktatoren wie Mobutu und Kabila gebeutelte Land im Herzen Afrikas, das schon mal Zaire hieß und heute unter der Bezeichnung „Demokratische Republik Kongo“ firmiert und wo im UN-Auftrag nun auch deutsche Soldaten das „nation building“ besorgen sollen.

Es gibt aber im Nordwesten, jenseits des Kongo-Flusses, auch noch ein anderes, kleineres Kongo, eine ehemals französische Kolonie, ungefähr so groß wie Deutschland, aber nur knapp vier Millionen Einwohner zählend. Dieser Staat nennt sich „Republik Kongo“ und seine Hauptstadt heißt Brazzaville. (mehr…)

Ärzte drohen mit Systemausstieg64

libertaria / Rubrik: Inland (June 27, 2006 um 1:36 pm)

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der “Freien Ärzteschaft“, “MEDI Deutschland” und des “Bundesverbands der Ärztegenossenschaften” kündigen diese den gemeinsamen Ausstieg aus dem deutschen Gesundheitssystem an.

Die drei Ärzteorganisationen MEDI Deutschland, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) und die Freie Ärzteschaft können in der bisherigen Entwicklung der bevorstehenden Gesundheitsreform keine entscheidenden Veränderungen erkennen, die die schlechten Rahmenbedingungen im ambulanten Bereich merklich verbessern würden. Deshalb bereiten die drei Verbände einen gemeinsamen Ausstieg der Vertragsärzte aus dem KV-System konkret vor.
(mehr…)

Notwehr gegen staatliche Unmoral240

libertaria / Rubrik: Presseschau (June 21, 2006 um 11:51 am)

In der Juni-Ausgabe des Cicero-Magazins erläutert Otto Graf Lambsdorff in einem überaus pointierten Beitrag, warum Sittenverfall und zunehmende Kriminalität Folgen des Umverteilungsstaates sind:

„Eine Gesellschaft, die Freiheit und Vertrag in den Mittelpunkt ihres Ethos stellt, baut auf persönliche Verantwortung und Rechenschaftspflicht. Pflichten sind darin nicht nur einfach Pflichten, sondern im hohen Maße Selbstverpflichtungen. Sie sind daher für das Individuum einsichtig und von den Mitmenschen klar beurteilbar. Ein Vertrag, ein Hilfsangebot, ein Versprechen – ein Mensch, der sie macht, kann sich selbst an seinen Ansprüchen messen und messen lassen. Der heutige Staat hat sich von diesem friedvollen Ideal so weit entfernt wie selten zuvor. Ein wuchernder Wohlfahrtsstaat hat die Privatrechtsgesellschaft überlagert. Die Pflichten sind kaum noch als Selbstverpflichtungen wahrzunehmen. Sie werden durch das Spiel der Interessengruppen in der Politik fremdbestimmt.“ (mehr…)

Benzinpreis bei 10 Cents und mit weiter fallender Tendenz361

libertaria / Rubrik: Wirtschaft (May 12, 2006 um 12:29 pm)

von George Reisman

Hört sich ein Benzinpreis von 10 US-Cents für die Gallone [ca. 4 Liter] in der Welt von heute unmöglich an? Nun, wenn Sie das denken, liegen Sie falsch. Denn das entspricht dem aktuellen Benzinpreis, und es sieht so aus, als ob der Preis weiter fällt.

Natürlich sind das nicht 10 Cents pro Gallone in heutigem Papiergeld. Aber es sind 10 Cents in der verfassungsmäßigen Währung der USA, nämlich in Goldmünzen und –barren. (mehr…)

Nächste Seite »