von Kristian Niemietz
Am 30. November erläuterte Gabor Steingart, Leiter des „Spiegel“-Hauptstadtbüros, den Studenten der Wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität seine Deutung des Welthandels. Ein vollbesetzter Hörsaal lauschte seiner Vision eines Neuentwurfs der internationalen Handelspolitik. Steingart zufolge ist die gesamte westliche Welt derzeit im ökonomischen Abstieg begriffen. Er sieht sich allerdings weniger in der Rolle eines Untergangspropheten, sondern eher als der Überbringer einer „self-destroying prophecy“, einer Voraussage also, deren Eintreten genau dadurch verhindert wird, dass sie ausgesprochen wird. Was geht schief?



