Benzinpreis bei 10 Cents und mit weiter fallender Tendenz361

libertaria / Rubrik: Wirtschaft (May 12, 2006 um 12:29 pm)

von George Reisman

Hört sich ein Benzinpreis von 10 US-Cents für die Gallone [ca. 4 Liter] in der Welt von heute unmöglich an? Nun, wenn Sie das denken, liegen Sie falsch. Denn das entspricht dem aktuellen Benzinpreis, und es sieht so aus, als ob der Preis weiter fällt.

Natürlich sind das nicht 10 Cents pro Gallone in heutigem Papiergeld. Aber es sind 10 Cents in der verfassungsmäßigen Währung der USA, nämlich in Goldmünzen und –barren. (mehr…)

Die Mär von Onkel Dagoberts Erben - Über die falsche Angst vor dem „Angstsparen“624

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (May 5, 2006 um 3:39 pm)

Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst des „Angstsparens“. Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits Franz Müntefering auf eine spannende Exkursion ins bunte Reich der Tiere begleiten durften, haben Politiker und einige Voodoo-Ökonomen seit einiger Zeit einen weiteren Schuldigen für die deutsche Malaise ausgemacht: den Konsumenten. Der nämlich, anstatt seinen staatsbürgerlichen Pflichten nachzugehen und den Schlager „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen“ zu seinem Lebensmotto zu machen, nimmt sich unpatriotischerweise die Frechheit heraus, sein Geld lieber zu horten. Daran, dass wir Exportweltmeister sind, so die wohlbekannte Argumentation dieser Tage, sähe man doch, dass Deutschland keine Strukturprobleme hätte. Unser Problem sei vielmehr, dass wir die eigene Lage so über alle Maßen schlecht reden, dass es irgendwann tatsächlich jeder glaubt, woraufhin die Bürger in Angstpsychosen verfallen und sich an jeden Cent klammern. Die Warnungen der Griesgrame und Miesepeter würden so zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Die beste Wirtschaftspolitik müsste demnach wohl in der Zwangsverabreichung von Glückshormonen bestehen. (mehr…)

Sprache als spontane Ordnung255

libertaria / Rubrik: Gesellschaft (May 5, 2006 um 10:27 am)

Daß natürlich gewachsene Sprachen das Ergebnis einer kulturellen Evolution sind, weitestgehend ohne das Einwirken obrigkeitlicher Befehle entstanden und somit bestens auf die Kommunikationsbedürfnisse der Sprecher abgestimmt sind, wird von vielen staatlichen und staatsnahen Sprachhütern natürlich nicht gerne eingesehen. Zu groß ist die Versuchung, sich ein Betätigungs- und Regulierungsfeld auf Kosten der Steuerzahler zu erschließen, auch wenn die Ergebnisse dann - gelinde gesprochen - sehr fragwürdig wird, wie man anhand der französischen Anti-Anglizismus-Gesetzgebung sowie der Neuen Rechtschreibung sehen kann. (mehr…)

Die negative Elite der Schulversager109

libertaria / Rubrik: Gesellschaft (May 3, 2006 um 8:29 pm)

ungekürzte Fassung des in eigentümlich frei (Nr. 62 Mai 06) veröffentlichten Interviews.

Interview mit Karin Pfeiffer-Stolz

Die 1948 geborene Pädagogin, Unternehmerin und Autorin zahlreicher pädagogischer Schriften ist eine streitbare Verfechterin einer leistungsbezogenen Pädagogik jenseits staatlicher Gängelung. Im von ihr geführten Stolz-Verlag wurden nicht nur zahlreiche Lernhilfen veröffentlicht, sondern auch ihre Bücher zu bildungspolitischen Themen. Die in Düren und Salzburg lebende Karin Pfeiffer-Stolz ist zudem als Verfasserin zahlreicher Streitschriften gegen die Neue Rechtschreibung bekannt geworden. „Eigentümlich frei“ befragte Karin Pfeiffer-Stolz zum maroden deutschen Schulsystem und zur Bildungsbürokratie.

ef: Frau Pfeiffer-Stolz, in Berlin hat die erste Schule aufgegeben: Die Schüler seien ununterrichtbar geworden. Worauf führen Sie dieses Schulversagen zurück? (mehr…)