Tocqueville, Amerika und die Freiheit117

libertaria / Rubrik: Ausland (April 12, 2006 um 4:24 pm)

Der 16. April 2006 ist der 147. Todestag von Alexis de Tocqueville. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir die Übersetzung eines einleitenden Texts des französischen Historikers Eric Cunat:

Alexis de Tocqueville wurde im Jahre 1805 geboren. Er war Jurist im Frankreich der Restauration (1827). Unmittelbar nach der Juli-Revolution von 1830 begibt sich Tocqueville auf eine Studienreise in die noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika, um einen Bericht über das amerikanische Strafsystem zu verfassen, welches damals als das fortschrittlichste der Welt galt.

Zusammen mit seinem Freund Gustave de Beaumont sollte Tocqueville dann innerhalb von neun Monaten sehr viel mehr studieren als das Strafsystem. Nach seiner Rückkehr schreibt er „De la démocratie en Amérique“ (Über die Demokratie in Amerika), ein Werk, das ihn berühmt macht. Zum ersten mal stellt ein französischer politischer Denker einen expliziten Bezug zwischen Freiheit und Amerika her. (mehr…)

Koch-Mehrin immer radikaler2

libertaria / Rubrik: Kommentar (April 5, 2006 um 11:58 am)

Silvana Koch-Mehrin, EU-Abgeordnete der FDP, macht Fortschritte bei der Liberalogenese. In einem Interview mit der Financial Times Deutschland vom 4.4.2006 zitiert sie Milton Friedmans Free-Lunch-Erkenntnis, gibt sich zudem als Fan von Jagdish Bhagvati und Otto Graf Lambsdorff aus und verweist auf das Niedrigsteuerland Irland als Modell für Deutschland. Das macht Lust auf mehr. Vielleicht ist sie ja dann bei der übernächsten WM so weit, Miltons Sohn David zu bevorzugen und als Model für Deutschland das alte Hong Kong oder gar Liechtenstein vorzuschlagen. Und vielleicht wird im Jahre 2010 Somalia Fußball-Weltmeister, nachdem der Titel 2006, wie von Koch-Mehrin vorausgesagt, von der Elfenbeinküste geholt wird.