Dass die schwedischen Arbeislosenzahlen durch eher plumpe Bilanztricks frisiert werden, haben uns Johan Norberg und Nima Sanandaji auf anschauliche Weise demonstriert. Dass auch das britische Job-Mirakel bei näherer Betrachtung nicht ganz so wunderbar ist, beschreibt Oliver Marc Hartwich, der seit einigen Monatan als fleißiger London-Korrespondent das ohnehin schon ausgezeichnete Antibürokratieteam bereichert. Hartwich räumt mit dem gerade bei deutschen Sozialdemokraten beliebten Vorurteil auf, dass Großbritannien ein Hort des Neoliberalismus und dass Tony Blair nicht nur der kleine Bruder von George Bush, sondern auch ein geistiger Sohn von Margaret Thatcher sei. Nun ist es ja aus radikalliberaler Sicht schon etwas abwegig, Thatcher als Liberale zu betrachten, wie Rahim Taghizadegan am 11.10.2005 in der Wiener Zeitung veranschaulicht hat. (mehr…)
Labour auf britische Art14
Den Nazi mit dem Beelzebub austreiben2
Wie Christian Ordner in der österreichischen Zeitung “Die Presse” am 24.02.2006 feststellt, stößt die Verurteilung des britischen Revisionisten David Irving zu drei Jahren Haft wegen einer 15 Jahre zurückliegenden Leugnung des Holocaustes in der europäischen, vor allem aber in der angelsächsischen Presse überwiegend auf Unverständnis, was sogar bereits von der taz am 20.02.2006 registriert worden war. Ordner schließt sich diesem Unverständnis an und postuliert, dass es in einem freien Staat weder Sache des Parlaments noch der Justiz sei, geschichtliche Wahrheit zu definieren, geschweige denn, abwegige Meinungen unter Strafe zu stellen. (mehr…)
23,8 % Arbeitslose in Schweden90
Wie Johan Norberg auf seinem Blog vorrechnet, beruht die offizielle Arbeitslosenquote des schwedischen Wohlfahrtsstaats von 5,4 % auf erheblich geschönten Zahlen. So werden Arbeitssuchende, die eine Fortbildung machen, aus der Statistik ebenso herausgenommen wie solche, die in steuerfinanzierten Projekten Arbeit simulieren. (mehr…)
Libertäre Partei Costa Ricas enttäuscht0
Nach den vorläufigen Ergebnissen der zentralen Wahlkommission Costa Ricas kommt die Libertäre Partei bei den Wahlen zum Präsidentschaftsamt, zum Kongress und zu den Stadträten nur auf enttäuschende 8 bis 9 %. Zwar steigerte der Präsidentschaftskandidat des Movimiento Libertario, Otto Guevara, sein Ergebnis gegenüber den letzten Wahlen von 1,7 auf nunmehr über 8 %, doch bei den Kongresswahlen ist das aktuelle Ergebnis leicht schlechter als 2002, als noch 9,3 % erreicht worden waren. Viele Mitglieder der Partei zeigen sich enttäuscht, da Umfragen bis zu 20% für den ML prognostiziert hatten. Beobachter wie Jorge Codina, der selbst Mitarbeiter des ML war, kritisieren zudem, dass die Partei unlängst aus wahlstrategischen Gründen ihre strikt libertäre Parteilinie aufgeweicht hat, (mehr…)
Greenspan geht - Weltwirtschaftskrise kommt2
In einer für SPIEGEL-Wirtschaftsberichterstatter bemerkenswerten Klarsicht hat Lutz Knappmann die unmittelbar bevorstehenden Folgen der expansiven Geldpolitik der USA in der Greenspan-Ära beschrieben. In dem am 3.2.2006 veröffentlichten Beitrag “Greenspans explosives Erbe” beschreibt Knappmann, dass die aktuelle, durch “Liquidität” gespeiste US-Immobilienblase kurz vor dem Platzen steht. (mehr…)
Martin Lindners Verhältnis zu Brüsten1
Der Berliner FDP-Fraktionschef Martin Lindner hat offenbar etwas gegen Vater Staat. Daher zeichnet er den Leviathan lieber als monströse Mutter mit großen Brüsten. Das jedenfalls konnte man einem Artikel der taz vom 3.2.2006 entnehmen. In dem Beitrag schildert Mathias Lohre ein Streitgespräch zwischen Lindner und dem WASG-Funktionär Michael Prütz, bei dem sich Lindner als aufrechter Neoliberaler gebärdete: (mehr…)
Unternehmen in die (österreichische) Schule!1
In einem Gastkommentar in “der Presse” vom 3.2.2006 beschreibt Charles Koch, CEO des in Privatbesitz befindlichen US-amerikanischen Mischkonzerns Koch Industries (80,000 Mitarbeiter weltweit), wie die Erkenntnisse der Österreichischen Schule der Nationalökonomie sich nicht nur segensreich auf eine Volkswirtschaft, sondern auch auf ein Unternehmen anwenden lassen. Die von Koch Industries praktizierte Firmenphilosophie des “Market-Based Management” (MBM) leitet die Angestellten des Konzerns dazu an, selbst unternehmerisch zu denken und kreativ zu sein: (mehr…)
Detmar Doering über Karl Polanyi0
In der FAZ vom 3.2.2006 schildert Detmar Doering, Leiter des Liberalen Instituts der Friedrich Naumann-Stiftung, seine Eindrücke bei der Lektüre der vom Marburger Metropolis-Verlag neuaufgelegten Schriften des sozialismusfreundlichen Ökonom und Sozialwissenschaftler Karl Polanyi (1886-1964): (mehr…)
Deutsche, lest nicht bei Ausländern!0
Adrian Schimpf von der “Financial Times Deutschland” mokiert sich in seinem Blog “Kapitalist” über die Forderung des Vorsitzenden der deutschen Journalistengewerkschaft, Michael Konken, dass Ausländer per Gesetz maximal 49% der Anteile an deutschen Medienunternehmen halten dürfen und vergleicht diese Forderung zu Recht mit den Ansichten der NPD. Schimpf unter anderem: “Herrn Konken scheint es auch entgangen zu sein, dass die großen deutschen Verlage einen nicht gerade kleinen Teil ihrer Gewinne, mit denen sie auch deutsche Arbeitsplätze finanzieren (mehr…)
Wirtschaft gegen Literatur?0
Ein erschreckendes Zeugnis kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ignoranz stellt der Bericht von Laura Seifert für die “Berliner Literaturkritik” über die Tagung “Literarische Kritik der ökonomischen Kultur” dar. Unter dem Titel “Die Literatur wird abgewickelt” stellt Seifert als das Fazit der Tagung heraus, dass unter dem Einfluss der Globalisierung die Literatur immer mehr von der Wirtschaft abhänge: (mehr…)



