Brot für das Volk1

libertaria / Rubrik: Feuilleton (April 27, 2007 um 4:50 pm)

von David Schah

In der DDR galt von Anfang an ein Monopol auf die Herstellung von Graubrot. Die staatlichen Bäckereien produzierten fleißig, was sie für die Grundversorgung der Bürger hielten: Graubrot, Schwarzbrot und ein paar nahrhafte Schrippen (im Westen auch „Brötchen“, „Semmel“ oder auch „Weck“ genannt). Die DDR-Bürger standen Schlange vor den Staatsbäckereien und konsumierten, was das Zeug hielt, denn es gab ja nichts anderes. Mitte der 80er Jahre beschloss das SED-Politbüro eine Liberalisierung des Brotmarkts und vergab Bäckereilizenzen auch an private Bäckereien. Diese stellten zwar auch Graubrot, Schwarzbrot und Schrippen her, konnten aber gegen das subventionierte Angebot der staatlichen Bäckereien kaum konkurrieren. Daher erfanden sie ein paar leckere Neuigkeiten: Rosinenteilchen, Nussecken und Amerikaner.

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Wolfgang Sofsky: Der Politik mißtrauen4

libertaria / Rubrik: Feuilleton (March 12, 2006 um 10:15 pm)

Mit deutlichen Worten kritisiert der Göttinger Soziologieprofessor Wolfang Sofsky in einem Essay in der Welt am Sonntag vom 12.03.2006 den allgegenwärtigen Staat und den Bürger, der sein Heil von einem solchen Staat erwartet. Mit klaren Worten umschreibt Sofsky die libertäre Erkenntnis, daß Politik nicht die Lösung, sondern das Problem ist:

Die beste Regierung ist diejenige, welche gar nicht regiert. Politische Freiheit erschöpft sich nicht in der Chance der Mehrheit, aus den Kandidaten der Allerweltsparteien turnusgemäß Amtsträger auszuwählen. (mehr…)

Bauen mit Ayn Rand?35

libertaria / Rubrik: Ausland, Feuilleton, Presseschau, Kommentar (January 13, 2006 um 11:29 am)

In der deutschsprachigen namibischen “Allgemeinen Zeitung” vom 13.01.2006 erscheint ein Bericht über die Vision des Architekten Erhard Roxin zur Umgestaltung des Wüsten- und Küstenstädtchens Swakopmund (25000 Einwohner), das auch “das südlichste deutsche Seebad” genannt wird. Roxin findet, dass er die zwei in Ayn Rands Roman “The Fountainhead” geschilderten Architekten-Typen, den Träumer und den Realisten, in sich vereint.

Bleibt die Frage, wer die Visionen des kühnen Architekten finanzieren soll. Folgende Passage aus dem Artikel lässt aufhorchen: (mehr…)

Botschafterin Amerikas: Gayle Tufts3230

libertaria / Rubrik: Ausland, Feuilleton, Kommentar (January 7, 2006 um 8:39 pm)

David Schah

Gayle Tufts ist die erfolgreichste US-amerikanische Entertainerin in Deutschland. Kaum ein deutscher TV-Sender und kaum eine deutsche Schaubühne, auf dem der barocke Wonneproppen nicht sein Können als Sängerin und Komödiantin unter Beweis gestellt hätte. Ein Markenzeichen der sympathischen Rampensau ist ihr Mix aus Deutsch und Englisch, genannt Denglisch (mehr…)

212 Millionen Demozid-Opfer0

libertaria / Rubrik: Ausland, Feuilleton (November 30, 2005 um 8:25 pm)

Rudolph Rummel (30.11.2005)

Viele Wissenschaftler und Kommentatoren haben sich auf meine Gesamtzahl von 174 Millionen Demozid-Opfern im letzten Jahrhundert bezogen. Ich versuche nun darzulegen, warum ich nun eine größere Revision dieser Gesamtzahl vornehmen muss, und zwar aufgrund von zwei Büchern. Das eine ist „Wilde Schwäne“ von Jung Chang und das andere „Mao“, welches Jung Chang zusammen mit ihrem Mann Jon Halliday geschrieben hat. Ich bin nun davon überzeugt, dass Mao selbst Stalin toppt, was das Ausmaß des Bösen angeht. (more…)

Was unseren Schulbetrieb lähmt0

libertaria / Rubrik: Inland, Feuilleton, Kommentar (November 18, 2005 um 8:37 pm)

Karin Pfeiffer-Stolz

Schon an der Sterilität der Schulgebäude ist zu erkennen, daß uns das Wohl unserer Kinder nicht sehr am Herzen liegen kann. Lehrpläne und Lehrmethoden sind nicht kindgerecht, ebensowenig wie die Organisation des Lernens, das zu stundenlangem Stillsitzen nötigt. Auf unterschiedliche Begabungsformen wird zu wenig Rücksicht genommen. „Es wird an der Zeit zu fragen: Was ist eigentlich für die Kinder gut?“ (more…)

Der Liberalismus ist sozial188

libertaria / Rubrik: Wirtschaft, Ausland, Feuilleton, Kommentar (September 25, 2005 um 8:45 pm)

Jacques de Guénin

Wenn wir, die Liberalen, aus dem Ghetto, in dem wir uns befinden, ausbrechen wollen, müssen wir auf dem Gebiet der Moral kämpfen. Wir müssen die Moral zurückgewinnen, die man uns gestohlen hat. Die Liberalen lieben ökonomische Betrachtungen und verachten den politischen Kampf. Ökonomische Betrachtungen langweilen aber die meisten Leute. Doch sehr viele Menschen sind bereit, für moralische Prinzipien zu kämpfen, ja zu sterben. (more…)

Die Pioniere der Globalisierung und der Völkerverständigung112

libertaria / Rubrik: Wirtschaft, Inland, Ausland, Feuilleton (March 31, 2005 um 2:41 pm)

Sophie Rémeur 

Bei Völkerverständigung denkt mancheiner vielleicht zuerst an Staatsmänner wie Adenauer und de Gaulle. Und auch die Globalisierung ist für viele ein Prozess, der erst durch die Gnade von Politikern entstanden ist. Andere wiederum sind zwar für Völkerverständigung auf politischer Ebene, doch auf wirtschaftlicher Ebene lehnen sie eine weltweite Zusammenarbeit ab, da sie an einen grundsätzlichen Interessengegensatz zwischen Unternehmern und Angestellten glauben, der dazu führe, dass Unternehmer sich auf der weiten Welt stets die billigsten Arbeitskräfte zum Ausbeuten aussuchten. (more…)