Sickergrube für Öl-Milliarden348

libertaria / Rubrik: Ausland (July 17, 2006 um 8:25 pm)

Kein Schuldenerlass für die Republik Kongo!

Bei „Kongo“ denkt man meistens nur an das riesige, zunächst von belgischen Kolonialherren, dann von Diktatoren wie Mobutu und Kabila gebeutelte Land im Herzen Afrikas, das schon mal Zaire hieß und heute unter der Bezeichnung „Demokratische Republik Kongo“ firmiert und wo im UN-Auftrag nun auch deutsche Soldaten das „nation building“ besorgen sollen.

Es gibt aber im Nordwesten, jenseits des Kongo-Flusses, auch noch ein anderes, kleineres Kongo, eine ehemals französische Kolonie, ungefähr so groß wie Deutschland, aber nur knapp vier Millionen Einwohner zählend. Dieser Staat nennt sich „Republik Kongo“ und seine Hauptstadt heißt Brazzaville. (mehr…)

Tocqueville, Amerika und die Freiheit117

libertaria / Rubrik: Ausland (April 12, 2006 um 4:24 pm)

Der 16. April 2006 ist der 147. Todestag von Alexis de Tocqueville. Aus diesem Anlass veröffentlichen wir die Übersetzung eines einleitenden Texts des französischen Historikers Eric Cunat:

Alexis de Tocqueville wurde im Jahre 1805 geboren. Er war Jurist im Frankreich der Restauration (1827). Unmittelbar nach der Juli-Revolution von 1830 begibt sich Tocqueville auf eine Studienreise in die noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika, um einen Bericht über das amerikanische Strafsystem zu verfassen, welches damals als das fortschrittlichste der Welt galt.

Zusammen mit seinem Freund Gustave de Beaumont sollte Tocqueville dann innerhalb von neun Monaten sehr viel mehr studieren als das Strafsystem. Nach seiner Rückkehr schreibt er „De la démocratie en Amérique“ (Über die Demokratie in Amerika), ein Werk, das ihn berühmt macht. Zum ersten mal stellt ein französischer politischer Denker einen expliziten Bezug zwischen Freiheit und Amerika her. (mehr…)

Milošević: Nachruf auf einen National-Sozialisten161

libertaria / Rubrik: Ausland (March 11, 2006 um 10:59 pm)

Daß Sozialismus und Nationalismus die beiden Seiten der häßlichen Medaille namens Kollektivismus sind, ist mittlerweile vielfach und eindrucksvoll von der Geschichte bestätigt worden. Oder genauer gesagt: Ein sozialistisches Kollektiv führt geradezu zwangsweise in den Nationalismus, da nach einer Phase des Abwirtschaftens nur durch das Ausspielen der Nationalismus- oder Patriotismuskarte der eigenen Bevölkerung ein psychologisch effektiver, da selbstachtungserhaltender Grund für das kollektive Scheitern und für die Einforderung von Opferbereitschaft gegeben werden kann. (mehr…)

Labour auf britische Art14

libertaria / Rubrik: Ausland (February 25, 2006 um 12:37 pm)

Dass die schwedischen Arbeislosenzahlen durch eher plumpe Bilanztricks frisiert werden, haben uns Johan Norberg und Nima Sanandaji auf anschauliche Weise demonstriert. Dass auch das britische Job-Mirakel bei näherer Betrachtung nicht ganz so wunderbar ist, beschreibt Oliver Marc Hartwich, der seit einigen Monatan als fleißiger London-Korrespondent das ohnehin schon ausgezeichnete Antibürokratieteam bereichert. Hartwich räumt mit dem gerade bei deutschen Sozialdemokraten beliebten Vorurteil auf, dass Großbritannien ein Hort des Neoliberalismus und dass Tony Blair nicht nur der kleine Bruder von George Bush, sondern auch ein geistiger Sohn von Margaret Thatcher sei. Nun ist es ja aus radikalliberaler Sicht schon etwas abwegig, Thatcher als Liberale zu betrachten, wie Rahim Taghizadegan am 11.10.2005 in der Wiener Zeitung veranschaulicht hat. (mehr…)

23,8 % Arbeitslose in Schweden90

libertaria / Rubrik: Ausland (February 20, 2006 um 12:04 pm)

Wie Johan Norberg auf seinem Blog vorrechnet, beruht die offizielle Arbeitslosenquote des schwedischen Wohlfahrtsstaats von 5,4 % auf erheblich geschönten Zahlen. So werden Arbeitssuchende, die eine Fortbildung machen, aus der Statistik ebenso herausgenommen wie solche, die in steuerfinanzierten Projekten Arbeit simulieren. (mehr…)

Libertäre Partei Costa Ricas enttäuscht0

libertaria / Rubrik: Ausland (February 7, 2006 um 12:47 pm)

Nach den vorläufigen Ergebnissen der zentralen Wahlkommission Costa Ricas kommt die Libertäre Partei bei den Wahlen zum Präsidentschaftsamt, zum Kongress und zu den Stadträten nur auf enttäuschende 8 bis 9 %. Zwar steigerte der Präsidentschaftskandidat des Movimiento Libertario, Otto Guevara, sein Ergebnis gegenüber den letzten Wahlen von 1,7 auf nunmehr über 8 %, doch bei den Kongresswahlen ist das aktuelle Ergebnis leicht schlechter als 2002, als noch 9,3 % erreicht worden waren. Viele Mitglieder der Partei zeigen sich enttäuscht, da Umfragen bis zu 20% für den ML prognostiziert hatten. Beobachter wie Jorge Codina, der selbst Mitarbeiter des ML war, kritisieren zudem, dass die Partei unlängst aus wahlstrategischen Gründen ihre strikt libertäre Parteilinie aufgeweicht hat, (mehr…)

Clevere Chinesen1

libertaria / Rubrik: Wirtschaft, Ausland, Presseschau, Kommentar (January 22, 2006 um 4:28 pm)

Die Welt am Sonntag veröffentlicht heute in ihrer Printausgabe unter der Rubrik “Weltanschauung” eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts PIPA: In 20 Ländern wurden die Menschen nach ihrer Meinung zur freien Marktwirtschaft gefragt. Der Aussage “Die freie Marktwirtschaft bietet die beste Grundlage für die Zukunft der Welt” stimmten 74% der Chinesen zu. Am schlechtesten dachten die Franzosen über den Kapitalismus: Nur 36% Franzosen sagten “oui” zu dieser These, während die befragten Deutschen immerhin auf eine Quote von 65% Zustimmung kamen.

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Bauen mit Ayn Rand?35

libertaria / Rubrik: Ausland, Feuilleton, Presseschau, Kommentar (January 13, 2006 um 11:29 am)

In der deutschsprachigen namibischen “Allgemeinen Zeitung” vom 13.01.2006 erscheint ein Bericht über die Vision des Architekten Erhard Roxin zur Umgestaltung des Wüsten- und Küstenstädtchens Swakopmund (25000 Einwohner), das auch “das südlichste deutsche Seebad” genannt wird. Roxin findet, dass er die zwei in Ayn Rands Roman “The Fountainhead” geschilderten Architekten-Typen, den Träumer und den Realisten, in sich vereint.

Bleibt die Frage, wer die Visionen des kühnen Architekten finanzieren soll. Folgende Passage aus dem Artikel lässt aufhorchen: (mehr…)

Botschafterin Amerikas: Gayle Tufts3230

libertaria / Rubrik: Ausland, Feuilleton, Kommentar (January 7, 2006 um 8:39 pm)

David Schah

Gayle Tufts ist die erfolgreichste US-amerikanische Entertainerin in Deutschland. Kaum ein deutscher TV-Sender und kaum eine deutsche Schaubühne, auf dem der barocke Wonneproppen nicht sein Können als Sängerin und Komödiantin unter Beweis gestellt hätte. Ein Markenzeichen der sympathischen Rampensau ist ihr Mix aus Deutsch und Englisch, genannt Denglisch (mehr…)

Libertäre Bürokratie3

libertaria / Rubrik: Ausland (January 5, 2006 um 10:34 am)

Die Erfolglosigkeit der Libertären Partei der USA ist auf deren bürokratische Strukturen zurückzuführen, so Ian Bernard, ein erfahrenes LP-Mitglied, wie auf dem Blog “Hammer of Truth” von Stephen Gordon zitiert. In Sarasota (Florida) war Bernard zwar durchaus erfolgreich in der Anwerbung neuer Mitglieder, jedoch nur, weil er selbst die Initiative ergriff und nicht auf Weisungen oder Zuwendungen höherer Parteihierarchieebenen gewartet hatte. Bernard empfiehlt eine stärkere Dezentralisierung der Parteistruktur und mehr innerparteilichen Wettbewerb. Jeder Ortsverband sollte ganz unabhängig von einem einzelnen Parteimitglied geführt werden. Und wenn jemandem der jeweilige Ortsverband nicht passt, sollte er einen konkurrierenden Ortsverband gründen dürfen. Eigentum und Dezentralisierung seien auch bei einer Parteiorganisation der Schlüssel zum Erfolg.

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