Ritter Gabor bläst zur Schlacht gegen die asiatischen Horden0

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (December 1, 2006 um 8:38 pm)

von Kristian Niemietz

Am 30. November erläuterte Gabor Steingart, Leiter des „Spiegel“-Hauptstadtbüros, den Studenten der Wirtschaftwissenschaftlichen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität seine Deutung des Welthandels. Ein vollbesetzter Hörsaal lauschte seiner Vision eines Neuentwurfs der internationalen Handelspolitik. Steingart zufolge ist die gesamte westliche Welt derzeit im ökonomischen Abstieg begriffen. Er sieht sich allerdings weniger in der Rolle eines Untergangspropheten, sondern eher als der Überbringer einer „self-destroying prophecy“, einer Voraussage also, deren Eintreten genau dadurch verhindert wird, dass sie ausgesprochen wird. Was geht schief?

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Adiós Bismarck! Chile weist den Weg334

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (October 10, 2006 um 1:52 pm)

von Kristian Niemietz

Wen die geistige Enge der vor sich hindümpelnden deutschen „Reform“diskussion mal wieder anödet, der wird vielleicht im gelegentlichen Blick in Gegenden, in denen tatsächliche Fortschritte im Sinne von Freiheit und Selbstbestimmung gemacht wurden, einige Inspiration finden.
Das weltweit eindrucksvollste Beispiel, wie beim leidigen Polit-Dauerbrenner „Rente“ einmal ein entschiedener Schlussstrich unter ein bankrottes System gezogen wurde, fand im Chile der frühen 80er Jahre statt.

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Benzinpreis bei 10 Cents und mit weiter fallender Tendenz361

libertaria / Rubrik: Wirtschaft (May 12, 2006 um 12:29 pm)

von George Reisman

Hört sich ein Benzinpreis von 10 US-Cents für die Gallone [ca. 4 Liter] in der Welt von heute unmöglich an? Nun, wenn Sie das denken, liegen Sie falsch. Denn das entspricht dem aktuellen Benzinpreis, und es sieht so aus, als ob der Preis weiter fällt.

Natürlich sind das nicht 10 Cents pro Gallone in heutigem Papiergeld. Aber es sind 10 Cents in der verfassungsmäßigen Währung der USA, nämlich in Goldmünzen und –barren. (mehr…)

Die Mär von Onkel Dagoberts Erben - Über die falsche Angst vor dem „Angstsparen“624

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (May 5, 2006 um 3:39 pm)

Ein Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst des „Angstsparens“. Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits Franz Müntefering auf eine spannende Exkursion ins bunte Reich der Tiere begleiten durften, haben Politiker und einige Voodoo-Ökonomen seit einiger Zeit einen weiteren Schuldigen für die deutsche Malaise ausgemacht: den Konsumenten. Der nämlich, anstatt seinen staatsbürgerlichen Pflichten nachzugehen und den Schlager „Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen“ zu seinem Lebensmotto zu machen, nimmt sich unpatriotischerweise die Frechheit heraus, sein Geld lieber zu horten. Daran, dass wir Exportweltmeister sind, so die wohlbekannte Argumentation dieser Tage, sähe man doch, dass Deutschland keine Strukturprobleme hätte. Unser Problem sei vielmehr, dass wir die eigene Lage so über alle Maßen schlecht reden, dass es irgendwann tatsächlich jeder glaubt, woraufhin die Bürger in Angstpsychosen verfallen und sich an jeden Cent klammern. Die Warnungen der Griesgrame und Miesepeter würden so zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Die beste Wirtschaftspolitik müsste demnach wohl in der Zwangsverabreichung von Glückshormonen bestehen. (mehr…)

Wien und Chicago - zwei Wege nach Rom881

Kristian Niemietz / Rubrik: Wirtschaft (March 14, 2006 um 1:10 pm)

Innerhalb des libertär-liberalen Lagers kämpfen seit langem zwei ökonomische Schulen um die Meinungsführerschaft. Auf der einen Seite steht die Chicago School mitsamt den zahlreichen aus ihr hervorgegangenen, wie den Supply Siders und der Public Choice-Schule, auf der anderen Seite steht die Österreichische Schule. Da die „Austrians“ zweifellos die konsequenteren Marktwirtschaftler sind, gelten sie gerade vielen Libertären oft automatisch als die „besseren Liberalen“. Ganz angebracht ist das nicht, denn in den vergangenen Jahrzehnten war es die Chicago School, die die größeren Verdienste in der Verbreitung marktwirtschaftlicher Ideen für sich reklamieren konnte. Beide Schulen zerfallen jeweils in eine Hauptlinie und verschiedene Seitelinien, die sich oft deutlich voneinander unterscheiden. Auf diese einzugehen würde hier den Rahmen sprengen. In einer vereinfachten Betrachtung soll trotzdem die Frage angeschnitten werden, welche Schule in welchen Bereichen ihre Vorzüge hat. (mehr…)

Bhagwati gegen Neoprotektionismus24

libertaria / Rubrik: Wirtschaft (March 12, 2006 um 8:59 pm)

Jagdish Bhagwati, Professor an der Columbia University in New York, hat in einem von der Welt am Sonntag übersetzten und am 12.03.2006 veröffentlichten Artikel den grassierenden Neoprotektionismus der EU und  der USA kritisiert, der sich kürzlich vor allem durch das Affentheater um den geplanten Kauf US-amerikanischer Häfen durch Dubai sowie um die geplante Arcelor-Übernahme durch Mittal Steel manifestiert hat. Dabei bricht Bhagwati eine Lanze für den freien Handel: (mehr…)

Der Popanz der globalen Erwärmung241

libertaria / Rubrik: Wirtschaft (March 10, 2006 um 11:33 am)

George Reisman

Die Umweltbewegung behauptet, daß man Wissenschaft und Technik nicht zutrauen könne, einen sicheren Atomreaktor zu bauen, ein sicheres Pestizid zu produzieren oder ein unschädliches Brot zu backen, wenn dieses chemische Konservierungsstoffe enthalte. Wenn es aber um die globale Erwärmung geht, stellt sich heraus, dass es ein Gebiet gibt, auf dem die Umweltbewegung ein atemberaubendes Vertauen in die Zuverlässigkeit von Wissenschaft und Technik an den Tag legt, ein Gebiet, dem bis vor kurzem niemand auch nur im entferntesten großes Vertrauen schenkte – nicht einmal die hartnäckigsten Befürworter von Wissenschaft und Technik. Diese eine Sache, in Bezug auf welche die Umweltbewegung ein so grenzenloses Vertrauen in Wissenschaft und Technik hat, ist die Wettervorhersage, und zwar die Wettervorhersage für die nächsten hundert Jahre! (mehr…)

Clevere Chinesen1

libertaria / Rubrik: Wirtschaft, Ausland, Presseschau, Kommentar (January 22, 2006 um 4:28 pm)

Die Welt am Sonntag veröffentlicht heute in ihrer Printausgabe unter der Rubrik “Weltanschauung” eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts PIPA: In 20 Ländern wurden die Menschen nach ihrer Meinung zur freien Marktwirtschaft gefragt. Der Aussage “Die freie Marktwirtschaft bietet die beste Grundlage für die Zukunft der Welt” stimmten 74% der Chinesen zu. Am schlechtesten dachten die Franzosen über den Kapitalismus: Nur 36% Franzosen sagten “oui” zu dieser These, während die befragten Deutschen immerhin auf eine Quote von 65% Zustimmung kamen.

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Auf lange Sicht ist Keynes nicht totzukriegen191

libertaria / Rubrik: Wirtschaft, Presseschau (January 12, 2006 um 9:50 am)

Neben Marx hat wohl kaum ein Wirtschaftsexperte bzw. einer, der sich für einen solchen hielt, das Leben der Menschen so stark beeinflusst wie John Maynard Keynes. Anlässlich des bald 70-jährigen Erscheinens von Keynes’ Hauptwerk “General Theory of Employment, Interest and Money” widmet sich die FAZ in einem Beitrag von Patrick Welter vom 07.01.2006 dem Wirtschafsprofessor mit der hohen Zeitpräferenz und den Folgen des Keynesianismus.

Und so fasst Welter Keynes Theorie zusammen: (mehr…)

Wie unabhängig ist die Stiftung Warentest?0

libertaria / Rubrik: Wirtschaft, Inland (January 11, 2006 um 1:38 pm)

Die Stiftung Warentest wird zu mindestens 20% vom Staat finanziert, so eine Analyse von Michael Kastner von der Freiheitsfabrik. So heißt es auf der Webseite der Stiftung Warentest: “Die Verkaufserlöse der STIFTUNG WARENTEST betrugen im Jahr 2004 rund 41,4 Mio. Euro. Dazu kamen 6,5 Mio. Euro an staatlichen Zuwendungen. 1,4 Mio. Euro staatliche Zuwendungen vom Bundesbildungsministerium und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gab es eigens für Weiterbildungstests.” Dazu kommt, so führt Kastner an, dass den Testergebnissen der Stiftung unentgeltlich ein sehr großer Raum in öffentlich-rechtlichen Sendern eingeräumt werde (mehr…)

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